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Antje Lange, Küchenchefin im Wirthaus am Brunnen

Antje Lange, Küchenchefin im Wirthaus am Brunnen

Sehnsucht nach der Ostsee? "Überhaupt nicht, dafür ist es hier viel zu schön", sagt Antje Lange. Die gelernte Köchin fühlt sich rundum wohl im Kreis Höxter und hat hier ihren Platz als Echtes Original gefunden. Was nicht selbstverständlich ist, denn Antje Lange ist auf Usedom aufgewachsen und hat auf Deutschlands zweitgrößter Insel und begehrtem Ferienziel ihre familiären Wurzeln.

Doch die gebürtige Mecklenburgerin ist ein überaus positiver Mensch, lebt im Hier und Jetzt und trauert nicht vergangenen Zeiten nach, sondern hat stets voller Optimismus ihren Weg gefunden. Seit 21 Jahren arbeitet die Köchin und Gastronomin selbständig, seit 14 Jahren führt sie gemeinsam mit ihrem Mann Werner, einem passionierten Konditormeister, das über die Region hinaus bekannte Hotel-Restaurant "Wirtshaus am Brunnen" in Vörden.

Im zweitgrößten Ortsteil der kleinen Stadt Marienmünster hat die 48-jährige Köchin ihr neues Zuhause gefunden, liebt Ruhe, Natur und den Wechsel der Jahreszeiten, die sie zu kulinarischen Kreationen anregen. Im romantischen Fachwerkhaus von 1730 klappt die Verbindung Mecklenburg-Vorpommern und Westfalen jedenfalls auf allen Ebenen perfekt. Die Region zum Gast bringen, das ist das Credo von Antje Lange, welche die westfälische Küche in ihr Herz geschlossen hat. Alte Rezepte neu aufgelegt, alles frisch, leicht und verdaulich, so scheint das Erfolgsrezept der Chefköchin zu lauten. "Die Menschen arbeiten heute nicht mehr so körperlich kräftezehrend, da muss auch die Küche anders sein." Antje Lange experimentiert gern, setzt auf frische Kräuter, oft aus dem eigenen Garten, und überhaupt auf kurze Wege. Denn die Erzeuger von Gemüse, Fleisch, Fisch und Geflügel sind teilweise direkte Nachbarn der Langes. "Nur so macht regionale Küche Sinn, sonst braucht man damit erst gar nicht anzufangen", meint Antje Lange, die mit dem "Wirtshaus am Brunnen" zum Verein "Westfälisch Genießen" gehört.

Und bei ihr kommt gern "Vergessenes" auf den Tisch: Dazu gehören alte Gemüsesorten wie Stielmus, Pastinaken oder Petersilienwurzel ebenso wie auch Graupen, die sie zum schmackhaften Risotto verfeinert. Typisch westfälische Gerichte wie "Himmel und Erde", bestehend aus Apfelkartoffelpüree mit gebratener Blutwurst, Apfelscheiben und Schmorzwiebeln oder Potthucke, Teig aus gekochten und rohen Kartoffeln mit Schinkenspeck und Schmand im Ofen gebacken, sind zwei Lieblingsgerichte der leidenschaftlichen Köchin. "Alles, was mit Kartoffeln zu tun hat, liebe ich", sagt Antje Lange lachend.

Wenn die Küche an den Ruhetagen kalt bleibt, geht das Ehepaar Lange gern auf Freizeit-Tour durch die Region. Das Welterbe Corvey, die Abtei Marienmünster oder die Porzellanmanufaktur Fürstenberg gehören zu den regelmäßigen Kultur-Stationen. Wenn es aktiver sein soll, zieht es die Wirtsleute in Richtung Weser. "An den Steilhängen von Ziegen- und Brunsberg, hoch über der Weser, ist ein wunderschönes Wandergebiet der Erlesenen Natur", schwärmt Antje Lange. "Man entdeckt seltene Pflanzen, hat auf dem Rundweg fantastische Ausblicke vom historischen Rodeneckturm und kann richtig abschalten." Und wenn sich dann nach der Anstrengung der Hunger meldet, lässt sich das Ehepaar Lange bei anderen Gastronomen in der Region kulinarisch verwöhnen. "Ich muss ja auch mal testen, was meine Kollegen so auf den Tisch bringen", sagt die Küchenchefin mit einem Augenzwinkern. Ihr positives Urteil: "Die regionale Küche im Kulturland braucht sich wirklich nicht zu verstecken."

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