Franz Josef Ikenmeyer - Genussbotschafter Landgasthaus Ikenmeyer

Franz Josef Ikenmeyer - Genussbotschafter Landgasthaus Ikenmeyer

Wildexperte. Kräuterexperte. Und mit Fisch, Gemüse und Salat kann er auch noch umgehen. Sein guter Ruf hallt weit über die Region hinaus: Franz Josef Ikenmeyer gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Köchen im Kulturland Kreis Höxter.

Einer, dessen Philosophie lautet: „Natürlich, frisch und vor allem regional genießen“. Und einer, der den westfälischen Speisen seit langem das Schwere, das Rustikale, das Deftige nimmt. Fettige Bratkartoffeln, fade Suppen oder dick pampige Soßen sind im Landgasthaus Ikenmeyer absolutes Tabu. „So kann man heute nicht mehr kochen“, schüttelt Franz Josef Ikenmeyer den Kopf und positioniert heute das Landgasthaus als Echtes Original mit betont regionaler Ausrichtung.

Als Ende der achtziger Jahre die Zeit der Kneipenkultur mehr und mehr abebbte, musste der junge Küchenchef aus dem romantischen Neuenheerse einen eigenen Weg eingeschlagen. Er wandelte die bisherige Schankwirtschaft der Familie zu einem gemütlichen und gehobenen Landhaus-Restaurant um. „Das musste sein, sonst hätten wir schließen können“, erinnert sich Ikenmeyer an den harten und steinigen Weg, der jedoch zum Erfolg führte. Schnitzel-Küche adé. Dafür regelmäßiges Coaching und Austausch mit anderen Profi-Köchen wie Stefan Marquard, Mike Süsser oder Heiko Antoniewicz. Sie halfen dem jungen Küchenchef aus Westfalen, sich zu positionieren und sich auf das zu besinnen, wo seine eigentliche Stärke liegt – das Kochen mit regionalen Zutaten. Mit allem, was Feld, Wald und Wiesen des Kulturlands hergeben.

Und so serviert Ikenmeyer heute seinen Gästen vor allem kreative Wild- und Kräutergerichte. Übrigens nicht nur in der Herbst- und Wintersaison, sondern das ganze Jahr über. „Damit haben wir ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das bei den Gästen gut ankommt“. Das Wild stammt natürlich aus der Egge, geschossen wird es zum größten Teil vom Hochsitz – das bedeutet weniger Stress für die Tiere. Auch Gemüse, Obst und Salate stammen von regionalen Produzenten, die Ikenmeyer persönlich kennt. „Nur deshalb kann ich kontinuierlich Qualität und Frische gewährleisten“, ist er überzeugt.

Saisonale Erlebnismenüs und leichte Kräutergerichte runden die facettenreiche Landhaus-Karte ab. Nicht selten läuft schnell einer der Ikenmeyer-Köche auf die gegenüberliegende Straße, um dort im Schulklostergarten des Gymnasiums St. Kaspar aus den Hochbeeten Rosmarin, Kerbel oder Brunnenkresse zu pflücken und es gleich in der Küche zu verarbeiten. Frischer geht einfach nicht. Und der Gastronom aus Neuenheerse wird nicht müde, zu betonen, dass das Kulturland absolut liebens- und lebenswert ist. „Mich würde es nicht reizen, in der Stadt zu leben. Da wäre ich ja ein Koch im Haifischbecken“, meint er und ergänzt: „Ich mag die ehrlichen und bodenständigen Menschen hier.“ Dazu kommt: „Nirgendwo habe ich so viel kreative Freiheit, meinen eigenen Stil zu kochen und weiterzuentwickeln“. Außerdem seien Landschaft und Natur im Kreis einfach „phänomenal“.

Wenn es die Zeit erlaubt, wandert der Koch gern nach Bad Driburg zu den Ruinen der Iburg und genießt das Ausflugsgebiet der „Erlesenen Natur“ sowie die grandiose Aussicht auf Bad Driburg und Umland. Oder er erklimmt den Klusenberg auf dem Eggeweg, um dort die besten und vielfältigsten Kräuter zu sammeln. Auch der Stausee bei Neuenheerse und das Wasserschloss Heerse gehören zu seinen Lieblingsplätzen. Falls es im Landgasthaus dann doch mal stressig und nervig wird, dann helfen nicht Fluchtgedanken, sondern Königsberger Klopse und die Erbsensuppe seiner Schwiegermutter zum Glücklichsein. Übertroffen nur noch von bekömmlichen Ayurveda-Speisen und viel Yoga, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen.

Gut, dass der sympathische Küchenchef nicht auf seine Mutter gehört hat. Dann wäre er jetzt Finanzbeamter. Und was wäre das für eine Verschwendung!

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